Sportreisen mit Herz
/* */Dienstag, 14. Februar 2012
Start am Abend zum Non-Stop-Flug von Frankfurt nach Windhoek mit Air Namibia. Bei unseren Flügen sind die Bahnzubringer Rail&Fly von allen deutschen Bahnhöfen bei freier Zugwahl in allen Zügen der 2.Kl. (auch ICE) zum Flughafen Frankfurt inklusive.
Am Morgen Ankunft in Windhoek und Fahrt zu unserem “Safari Hotel” außerhalb des Stadtzentrums. Anschließend unternehmen wir eine ausgiebige Stadtrundfahrt in der Hauptstadt Namibias mit ihrer deutsch-kolonialen Vergangenheit. Dabei fahren wir auch in das ehemalige Township Katutura, heute einer der lebendigsten Stadtteile der namibischen Hauptstadt. Das Zentrum von Katutura sind die Markthallen mit dem täglich stattfindenden Markt. Wir besuchen auch ein Sozialprojekt, in dem Seifen aus Olivenöl hergestellt und verkauft werden, die Erlöse kommen HIV-Infizierten zugute.
Nach dem Frühstück fahren wir von Windhoek ins ca. 360 km entfernte Swakopmund an der Atlantikküste, hier findet auch der Marathonlauf statt. Unser Hotel dort ist das Atlantic Villa, etwas außerhalb des Zentrums direkt am Strand (im Stadtteil Vogelstrand) gelegen. Es bietet einen atemberaubenden Blick auf das Meer von der Terrasse aus nur wenige Schritte vom Atlantik.
Am Morgen fahren wir zunächst ins ca. 30 km entfernte Walfisbay, heute Namibias Überseehafen und Mittelpunkt der Fischindustrie. Die an das Stadtzentrum anschließende Lagune und die südlich gelegene, von Dünen eingeschlossene Bucht sind Feuchtgebiete von internationalem Rang und als Vogelparadies bekannt. Hier unternehmen wir eine halbtägige Bootsfahrt, auf der wir auch Robben und Delfine sehen. Am Nachmittag sind wir zurück in Swakopmund und relaxen den Rest des Tages vor dem Marathon. Nach Absprache besuchen wir am Abend gemeinsam die Startnummernausgabe, die von 18:00 bis 21:00 Uhr geöffnet ist.
Start für Marathon und 10 km-Lauf sind um 07:00 Uhr am Swakopmund Athletic Stadium. Von dort gehen beide Strecken Richtung Norden über die Welwitschia Road, durch die Stadtteile Vineta und Vogelstrand aus der Stadt hinaus auf die Straße Richtung Henties Bay. Nach dem Wendepunkt geht es wieder die gleiche Strecke zurück zum Stadion. Getränkestationen gibt es alle 3 Kilometer, die Laufstrecke wird von Verkehrs-Marshals kontrolliert und gesichert. 2011 gewann Pineas Embashu den Marathon in 02:27:25 mit persönlicher Bestleistung.
Um 09:00 Uhr startet der 5km-FunRun für Walker, die Erlöse dieser spaßigen Veranstaltung kommen der namibischen Krebshilfe zugute. Es gibt u.a. Preise für den größten, kleinsten, jüngsten oder ältesten Teilnehmer, für den originellsten Hut oder die beste Kleidung… .Nach den Siegerehrungen und Abschluss der Veranstaltung fahren wir zurück zum Hotel und können uns erholen.
Heute beginnt unsere Rundreise und fahren wir von Swakopmund ca. 300 km nach Süden in den Namib Naukluft Nationalpark. In der Namib Desert Lodge bei Sossusvlei haben wir zwei Übernachtungen und genügend Zeit, um die Namib, die älteste Wüste der Welt zu erkunden. Beeindruckend sind hier die steilsten und mit über 300 Metern höchsten Sanddünen der Welt.
Von unserer Lodge aus erkunden wir hier mit Allrad-Fahrzeugen die Namib-Wüste und das Sesriem Canyon. Im “größten Sandkasten der Welt”, und einer knochentrockenen Lehmsenke leben verschiedene Vogelarten der Trockenzone, mehrere Eidechsenarten sowie Springbock und Spießbock. Einige Kameldornbäume spenden etwas Schatten für einen Picknickplatz, an dem wir am Mittag eine Rast einlegen. Am Abend sind wir zurück im Camp und übernachten noch einmal in der Namib Desert Lodge.
Von Sossusvlei geht unsere Fahrt ca. 470 km nach Norden in die Erongo-Berge. Hier sind viele bedeutende Felsmalereien zu finden. Die Gegend um Karibib ist für ihren hochwertigen Marmor bekannt, hier und in Usakos können Halbedelsteine der Region in großer Auswahl gekauft werden. Wir übernachten in der Epako Game Lodge.
Von den Erongo-Bergen fahren wir heute in das Damara-Land, ca. 200 km weiter nördlich. Unsere Station hier ist die Twyfelfontein Country Lodge. Von hier aus besuchen wir die berühmten Felsgravuren, die heute Nationales Monument sind, und die “Orgelpfeifen”, 120 Millionen Jahre alte senkrecht stehende Basaltsäulen. Nicht weit davon entfernt ist der “verbrannte Berg”, er besteht aus grauem und schwarzem Verwitterungsgestein und erweckt den Eindruck, der ganze Berg sei abgebrannt. Im “versteinerten Wald” sehen wir ein Gewirr von versteinerten, bis zu 30 m langen Resten von Nadelhölzern aus dem Erdaltertum, die bis heute erhalten sind. Dazwischen wächst vereinzelt die Welwitschia, ein eine typische Wüstenpflanze und ein lebendes Pflanzenfossil.
Fahrt vom Damara-Land in die Umgebung des Etosha-Nationalparks. Bis zu unserem Etosha Safari Camp sind es ca. 200 km. Auf unserer Fahrt besuchen wir auch das Land der Himba, die wie die Massai in Ostafrika mit ihren Rindern und Ziegen als halbnomadische Viehzüchter leben. Ihre schlichte naturverbundene Lebensform ist heute durch sozialen Wandel und durch den Touristenansturm bedroht. Meist pflegen nur noch die Frauen den traditionellen Lebensstil mit nacktem Oberkörper, mit Lehm und Butterfett eingerieben und kunstvoll mit Metall- und Lederornamenten geschmückt.
Vom Camp fahren wir zur ganztägigen Wildbeobachtung in den Etosha-Nationalpark. Durch seine Artenvielfalt und seine ungewöhnliche Lage und Größe ist er eines der eindrucksvollsten und wichtigsten Wildreservate des afrikanischen Kontinents. Über 350 Vogel-, 110 Reptilien- und 16 Amphibienarten gibt es hier. Doch das Hauptaugenmerk richtet sich auf die 114 Säugetierarten. Von den “Big Five” sind hier nur Büffel nicht vertreten, aber dafür Löwe, Elefant, Nashorn und Leopard. Zebras, Gemsböcke, Springböcke und Gnus gibt es zahlreich. Auf der Weiterfahrt zum Minen Hotel besuchen wir den Otjikoto-See, ein Karstsee im ausgelaugten Kalkgestein. Er ist 76 m tief und wurde früher zur Wasserversorgung genutzt, die alte Dampfmaschine steht noch am Ufer. Im See leben Buntbarsche, die wegen ihrer schönen bunten Farben bei Aquarianern sehr beliebt sind.
Wir besuchen die Stadt Tsumeb, wo seit 1907 20 Mio. Tonnen Erze abgebaut wurden, vor allem Kupfer, Blei und Zink und in geringeren Mengen Silber, Cadmium, Arsen und Germanium. Inzwischen ist die Mine geschlossen. Im Tsumeb Museum sind viele spektakuläre Mineralienfunde ausgestellt, außerdem aus dem Otjikoto-See geborgene Kanonen und Gewehre, die 1915 hier versenkt und 70 Jahre später von Tauchern geborgen wurden. Im neuen Teil des Museums, dem Cultural Village, werden die Kulturen der verschiedenen ethnischen Gruppen Namibias vorgestellt. Die Stadt Tsumeb liegt in einer Gebirgslandschaft auf der Grenze zwischen trockenem und feuchterem Klima, hier ist mit Bewässerung Feldanbau möglich. Wir fahren weiter nach Otjiwarongo zu unserer nächsten Station, der Otjibamba-Lodge südlich der Stadt. Die Lodge liegt in einem 200 ha großen privaten Wildpark. Neben den einheimischen Wildarten Giraffe, Oryx-Antilope, Kudu, Strauß und Springbok gibt es hier auch seltenere Arten wie Blesbok, Wasserbock und Impala. Auf verschiedenen Wanderwegen kann man hier zu Fuß Flora und Fauna des Wildparks hautnah erleben. Ein Wasserloch zur Tierbeobachtung liegt direkt vor der Lodge.
Heute heißt es Abschied nehmen von Namibia. Von der Otjibamba-Lodge fahren wir über die Nationalstraßen zum ca. 250 km entfernten Internationalen Flughafen von Windhoek. Am Abend kurz nach 21:00 Uhr startet unsere Maschine der Air Namibia zum Non-Stop-Flug nach Frankfurt.
Um 06:10 Uhr landen wir wieder in Frankfurt.
Fotos: Namibia Tourism - www.fotoseeker.com